Dr. Wolfgang Schmitt,
Vorstandssprecher

sagen wir es ohne Umschweife: Das Geschäftsjahr 2013 war für KSB keines der besseren. Zwar sind wir in einer Reihe von Strategieprojekten vorangekommen, haben neue Produkte auf den Markt gebracht und uns für die Zukunft global gut aufgestellt. Aber ein um 10,1 % schwächeres Vorsteuerergebnis und ein um 0,9 % geringerer Umsatz kann im Rückblick nicht zufriedenstellen. Vielmehr hat uns die Geschäftsentwicklung sehr deutlich gemacht, wie stark unser Unternehmenserfolg bislang auch von einem prosperierenden Projektgeschäft ­abhängt. Eben das ist im bisherigen Konjunkturverlauf noch nicht in Gang gekommen; in vielen Branchen haben Investoren ihre Vorhaben weiter verschoben.

Unser Breitengeschäft werden wir deshalb jetzt noch zügiger ausbauen. Vor allem außerhalb Europas sehen wir für dieses Geschäft mit Standardpumpen und -armaturen viel Potenzial. Zugleich werden wir natürlich die Chancen eines 2014 wieder anziehenden Projektgeschäfts nutzen, das von dem erwarteten Konjunkturaufschwung profitieren kann. Hier gehen wir ­davon aus, dass sich der globale Investitionsstau langsam auflösen wird.

Service bietet Wachstumschancen

Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt ist für uns das Geschäft mit Service und Ersatzteilen. In dem sogenannten Aftermarket sehen wir unverändert gute Wachstumsmöglichkeiten. Diese erschließen wir mit neuen Standorten, einer schnellen Bedienung der Kunden und einem breiten Dienstleistungsangebot, das Maßnahmen zur Energieersparnis einschließt. Auf diesem Weg sind wir 2013 ein gutes Stück vorangekommen, wie die Entwicklung unseres Konzern­bereichs Service zeigt. Für das laufende Jahr streben wir hier eine deutliche Steigerung an, wobei wir unser Augenmerk auf das Wachstum außerhalb des europäischen Kernmarkts richten. Dabei nehmen wir den Auf- und Ausbau weiterer Servicestellen in Angriff, unter anderem in den Bergbauregionen dieser Welt. Neue Rahmenverträge mit der Energiewirtschaft geben uns Gelegenheit, unsere Servicekompetenzen auch in Frankreich dauerhaft unter Beweis zu stellen.

NEUORGANISATION STÄRKT GLOBALISIERUNG

Im laufenden Jahr arbeiten wir mit aller Kraft daran, in den genannten Zielbereichen die notwendigen Fortschritte zu machen. Dabei hilft unsere 2014 neu geschaffene Konzernorganisation, mit der wir insbesondere unseren Vertrieb aussichtsreich positioniert haben. Die geänderte Struktur wird beitragen, unsere Kunden weltweit über die unterschiedlichen Vertriebskanäle − vom E-Commerce bis zur individuellen Projektbetreuung − bestmöglich zu bedienen. Zugleich stärken wir unsere globalen Netzwerke sowie die regionale Verantwortung für das Geschäft und unsere Finanzen.

Strukturell verändert hat sich zu Jahresbeginn auch die Leitung des KSB Konzerns. So bildet der Vorstand heute zusammen mit elf Top-Managern die Führungsspitze, um Entscheidungs­wege zu verkürzen und die globale Abstimmung zu erleichtern. Außerdem wollen wir mit dieser organisatorischen Maßnahme den Teamgedanken und das Verantwortungsbewusstsein über Hierarchieebenen hinweg stärken.

VERANTWORTUNG HAT VIELE FACETTEN

Verantwortung gehört für KSB zu den zentralen Werten unserer Unternehmenskultur. Nur wenn jeder Mitarbeiter sich für den Geschäftserfolg zuständig fühlt und sich mit Engagement dafür einsetzt, erbringen wir die Spitzenleistung, die wir den Kunden versprechen. Mit Ver­antwortung verbinden wir aber auch die Aufgabe, ökonomisch sinnvolle Produktionsprozesse zu fördern, zum Schutz der Umwelt beizutragen und an der Lösung gesellschaftlicher Auf­gaben mitzuwirken. Wie wir dies angehen, dazu finden Sie in diesem Bericht einige Beispiele.

Nicht zuletzt sind wir aber Ihnen, unseren Aktionären, gegenüber verpflichtet, die Zukunft von KSB erfolgreich zu gestalten. Diese Verantwortung nehmen wir im laufenden Jahr mit einer Reihe von Maßnahmen wahr, die unsere Struktur- und Projektkosten senken, das Produkt- und Leistungsangebot verbessern und gezielt die Chancen einer sich erholenden Weltwirtschaft nutzen. Daher sind wir mehr als zuversichtlich, dass KSB Ihnen im kommenden Jahr von einem neuen Wachstum berichten kann.

Dr. Wolfgang Schmitt,
Sprecher des Vorstands der KSB Aktiengesellschaft