Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft ist 2013, nach verhaltenem Start, weiter gewachsen; das globale Bruttoinlandsprodukt stieg um real 3 %. In den Industrieländern erhöhte sich dabei das Brutto­inlandsprodukt, trotz einer mehrheitlich restriktiven Finanz­politik, um durchschnittlich 1,3 %. Die Schwellenländer wiesen mit + 4,7 % zwar eine vergleichsweise kräftigere Steigerungsrate auf, ­allerdings war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in dieser Ländergruppe erneut schwächer als im Vorjahr. Für den geringeren Zuwachs waren sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Gründe ausschlaggebend. Eine volkswirtschaftliche Belastung bildete in Australien, Brasilien, Indien, Indonesien, Pakistan, Südafrika und der Türkei die Abwertung der Währungen, hauptsächlich ausgelöst durch den zur Jahresmitte einsetzenden Kapitalrückfluss aus den Schwellenländern in die USA.

WACHSTUMSSCHWERPUNKTE AUSSERHALB EUROPAS

In dem für das KSB-Geschäft weiterhin wichtigsten Markt Europa zeichnete sich 2013 eine langsame Entspannung der Nachfragesituation ab. Dies war in erster Linie auf die Ausfuhren in außereuropäische Länder zurückzuführen, die Binnennachfrage stieg nur leicht. Das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone sank real um 0,4 %. Deutschland und Österreich zeigten allerdings einen gegenläufigen Trend mit im Vorjahresvergleich etwas höheren Werten. Außerhalb der europäischen Währungsgemeinschaft sind vor allem die Volkswirtschaften in Großbritannien und einigen osteuropäischen Ländern leicht gewachsen. Die wirtschaftliche Entwicklung in Russland, wo das KSB-Geschäft in den vergangenen Jahren stark expandierte, blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Verantwortlich dafür waren nicht zuletzt rückläufige Rohstoffpreise. Das Volumen an Anlageinvestitionen ist in Russland, anders als in anderen Schwellenländern, sogar gesunken.

In den teils von politischen Turbulenzen erfassten Staaten des Mittleren Ostens sowie Nordafrikas entwickelte sich der Markt auch 2013 nur schwach. Das Bruttoinlandsprodukt der Re­gion stieg lediglich um 2 %, wobei die Länderentwicklungen sehr unterschiedlich waren. Lichtblicke waren Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die afrikanischen Länder südlich der Sahara konnten das Wachstumstempo des Vorjahres beibehalten; sie erreichten einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um real rund 5 %. Auch die Republik Südafrika hat sich, trotz der anhaltenden sozialen Unruhen und des Wertverlusts ihrer Währung, ökonomisch weiterentwickelt.

Die Marktlage in Asien war wesentlich von der gebremsten Entwicklung in China geprägt, dessen Volkswirtschaft auch 2013, mit + 7,7 %, nur im einstelligen Prozentbereich gewachsen ist. Neben einer schwachen Auslandsnachfrage dämpften restriktive geldpolitische Maßnahmen die ökonomische Expansion der Volksrepublik, in der wir mit fünf Tochtergesellschaften vertreten sind. Die Lage in Indien blieb von ungelösten Strukturproblemen und der Unsicherheit über die politische Zukunft bestimmt. Hinzu kamen Finanzengpässe infolge des Kapitalabflusses in die USA. Die wirtschaftliche Entwicklung der südostasiatischen Schwellenländer, in denen wir uns seit einigen Jahren verstärkt engagieren, war uneinheitlich. Die Szenarien reichten von einer weiterhin lebhaften Expansion in Indonesien bis zu rezessiven Entwicklungen in Thailand. In Japan, wo wir allerdings nur einen Nischenmarkt bedienen, wirkte sich die wachstumsorientierte Fiskalpolitik positiv auf die Investitionen aus.

Weltmarkt für Kreiselpumpen und Armaturen

In Amerika haben die USA die Einschnitte in die öffentlichen Haushalte verkraftet und erreichten, ebenso wie Kanada, ein moderates Wachstum. Die wirtschaftliche Erholung in ­Brasilien setzte nur langsam ein; sie wurde durch sinkende Rohstoffpreise und innenpolitische Schwierigkeiten gebremst. Die Erschließung neuer Öl- und Gasvorkommen führte das Land ­allerdings fort. Chile, wo der KSB-Umsatz in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist, blieb trotz des gesunkenen Kup­ferpreises ein interessanter Absatzmarkt.

Für verfahrenstechnische Pumpen und Armaturen bieten neue Offshore-Projekte vor der brasilianischen Küste gute Auftragschancen.

NUR LEICHTE MARKTBELEBUNG IM MASCHINENBAU

Auch 2013 gehörte Deutschland mit den USA und China zu den weltweit wichtigsten Exporteuren von Maschinen. Die Absatzdynamik für diese Produkte verlangsamte sich allerdings gegenüber dem Vorjahr, das Wachstum des weltweiten Umsatzes mit Maschinen, zu denen auch Pumpen und Armaturen zählen, sank von 2 % auf 1 %.

Hintergrund waren nach Einschätzung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) die in vielen Ländern nicht ausgelasteten Produktionskapazitäten; sie machten Investitionen in neue Anlagen nur in begrenztem Umfang erforderlich. Insoweit orderten die Kunden neue Maschinen vor allem, um Ersatzinvestitionen zu tätigen.

China dürfte auch 2013 das Land mit dem größten Zuwachs in der Produktion von Maschinen gewesen sein, allerdings mit einer Steigerungsrate, die hinter denen der Vorjahre zurückblieb. In den USA sorgten der Prozess der Reindustrialisierung und die Investitionen in der Öl- und Gasindustrie für ein überdurchschnittliches Wachstum.

Abweichend von dem Aufwärtstrend dieser internationalen Konkurrenten im globalen Wettbewerb ist der Umsatz des deutschen Maschinenbaus im Berichtsjahr um 1 % gesunken. Der Auftragseingang lag nach Schätzungen des VDMA 2 % unter dem des Vorjahres.

GEBREMSTE NACHFRAGE NACH PUMPEN UND ARMATUREN

Bei Kreiselpumpen zählte KSB auch 2013 zu den weltweit führenden Herstellern. Der Markt für diese Produkte hat sich im Berichtsjahr erneut uneinheitlich entwickelt: Während die Nachfrage nach Standardpumpen für die Industrie- und die Gebäudetechnik zufriedenstellend war, fehlte noch immer ein hinreichendes Volumen an Projektaufträgen, um die Kapazitäten der Hersteller auftragsspezifisch konstruierter Aggregate auszulasten. Entsprechend hielt der Preisdruck bei Großpumpen weiter an.

In vielen Ländern Europas gab es, infolge der energiepolitischen Neuausrichtung bei Kraftwerken, keine nennenswerten Erweiterungsinvestitionen. Dies begrenzte die Nachfrage nach energietechnischen Pumpen auf Ersatzaggregate. Den Anbietern von Kraftwerkspumpen boten allerdings die Neubauten hocheffizienter Anlagen in Asien wie auch die Errichtung gasbefeuerter Kraftwerke in den USA vereinzelte Absatz­chancen. Möglichkeiten, an Großprojekten zu partizipieren, gab es für Pumpenhersteller auch im Bereich Raffinerie und Petrochemie, allerdings in jeweils harter Konkurrenz.

Die deutschen Pumpenunternehmen verzeichneten 2013 nach VDMA-Angaben insgesamt ein reales Umsatzplus von 2 %.

Bei Absperrarmaturen gehörte KSB unverändert zu den zehn umsatzstärksten Unternehmen im Markt. Dieser entwickelte sich im Berichtsjahr ähnlich schwach wie der Pumpensektor. Der VDMA wies für seinen Fachzweig „Industriearmaturen“, der die meisten der von KSB hergestellten Ventile, Schieber und Klappen einschließt, nur ein preisbereinigtes Umsatzplus von 1 % aus.

Durchaus erfreulich entwickelte sich die Nachfrage in der Öl- und Gasbranche, die KSB partiell bedient. Speziell in der Ausrüstung von Flüssiggastankern und -terminals, für die wir Tieftemperaturarmaturen bereitstellen, war eine lebhafte Geschäftsaktivität zu verzeichnen. Hingegen hatten die Hersteller von Kraftwerksarmaturen unverändert mit einem ins­gesamt schwachen Markt zu kämpfen.

Dort, wo Kunden Investitionen verschoben, stieg in einigen Branchen die Nachfrage nach Serviceleistungen, um Anlagen zu erhalten und zu modernisieren. Hiervon profitierten auch die Anbieter von Dienstleistungen rund um Pumpen und Armaturen.

WETTBEWERBER INVESTIEREN IN BRIC-STAATEN

Der Prozess der Firmenübernahmen hat sich in der Pumpen- und Armaturenindustrie, bis auf wenige Ausnahmen in den USA und Indien, nicht fortgesetzt. Zum einen haben frühere Akquisitionen die Zahl interessanter Kaufobjekte verringert, zum anderen sind deren Preise gestiegen. Darüber hinaus verhinderten die Unsicherheiten in der Energiewirtschaft, dass sich dort engagierte Pumpen- und Armaturenhersteller durch Unternehmenszukäufe verstärkten.

Verschiedene Pumpenunternehmen haben allerdings Schritte unternommen, ihre Aktivitäten im Wasser- und Abwasser­geschäft durch Akquisitionen zu verbreitern. Das betrifft beispielsweise die Prozesse der Filtration und der Wasserbehandlung.

Wie KSB verstärkten auch andere Pumpen- und Armaturenhersteller ihre Präsenz in den BRIC-Staaten sowie weiteren attraktiven Märkten. Dies gilt beispielsweise für Brasilien, wo Wettbewerber, die an den Offshore-Projekten zur Öl- und Gas-Gewinnung teilhaben wollen, lokale Fertigungsstätten schaffen. Vermehrt investierten international agierende Pumpen- und Armaturenunternehmen außerdem in Serviceeinrichtungen in den Wachstumsländern.

In China engagierten sich einheimische Hersteller von Hochdruckpumpen verstärkt im Kraftwerksmarkt. Zugleich drängten chinesische und koreanische Pumpenanbieter auch in bisher nicht von ihnen bediente Auslandsmärkte.

Grundsätzlich sahen sich der KSB Konzern und seine Wettbewerber im Markt den gleichen Chancen und Risiken gegenüber. Aufgrund der fortgesetzten Zurückhaltung der Kunden im Projektgeschäft waren allerdings Anbieter, die ganz oder teilweise in diesem Bereich tätig sind, stärker gefordert als solche, die ausschließlich ein Breitengeschäft betreiben.

Geschäftsverlauf

Das Jahr 2013 war von der anhaltend schwierigen Auftragslage im Projektgeschäft geprägt. Verantwortlich dafür war die Nachfrageschwäche des Kraftwerksmarktes, aber auch die Verschiebung größerer Vorhaben zur Wasserversorgung und zur Abwasserreinigung. Der entsprechend hohe Preisdruck im Projektgeschäft machte es fallweise weniger attraktiv, stark umkämpfte Aufträge anzunehmen.

Im Vergleich dazu entwickelte sich das Breitengeschäft mit Standardpumpen insgesamt zufriedenstellend. Unsere Maßnahmen, um diesen Geschäftszweig für KSB auszubauen, zeigten in Europa erste Erfolge. In mehreren asiatischen Ländern sowie in Brasilien konnten wir die Auftragseingänge bei Standardpumpen für Einsätze in der Industrie und in der Gebäudewirtschaft erhöhen.

LEICHT RÜCKLÄUFIGER AUFTRAGSEINGANG

Das Volumen neu eingehender Bestellungen war 2013 im Konzern mit 2.241,2 Mio. € um 0,7 % geringer als im Vorjahr. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren neben dem erschwerten Projektgeschäft negative Währungseinflüsse im Umfang von 70,4 Mio. €. Beim Auftragseingang sind außerdem acht erstmals konsolidierte operative Unternehmen zu berücksichtigen; sie verbuchten 27,2 Mio. €.

umsatz nach Segmenten

Der Auftragseingang im Konzernbereich Pumpen lag mit 1.453,3 Mio. € um 2,5 % unter dem des Vorjahres. Ursächlich waren neben den Wechselkursänderungen vor allem das schwächere Geschäft in der Wasser- und Abwasserwirtschaft sowie im Bergbau. Der Bestelleingang bei Hochdruckpumpen für kraftwerkstechnische Anlagen verlief ebenfalls unbefriedigend.

Weiter gewachsen ist hingegen das Pumpengeschäft in der Industrie. Dazu hat die Einführung technisch verbesserter Norm­pumpenbaureihen beigetragen, die unsere Gesellschaften an mehreren Standorten in der Welt baugleich fertigen. Zuwächse verzeichneten wir überdies mit Raffineriepumpen im inter­national bedeutsamen koreanischen Anlagenbau. Gut entwickelte sich auch das Geschäft mit unseren energieeffizienten Heizungsumwälzpumpen, trotz der anhaltenden Dominanz zweier großer Wettbewerber. Dem wachsenden Energie- und Kostenbewusstsein vieler Kunden folgte der steigende Auftragseingang für Automationsprodukte und stromsparende Antriebe.

Im Konzernbereich Armaturen erzielten wir geschäftliche Fortschritte mit unseren Tieftemperaturklappen für die Öl- und Gaswirtschaft, vor allem in der Ausrüstung von Flüssiggas­transportern. Hierzu trug bei, dass wir unser Produktprogramm um Hochleistungsklappen in dreifach exzentrischer Bauweise ergänzt haben. Erfolgreich waren wir mit unseren Armaturen auch in der Chemie sowie in der allgemeinen Industrie in Europa. Dort haben wir in preissensiblen Anwendungen neue Absperrschieber in den Markt eingeführt. Schwach war aber die Nachfrage nach Kraftwerksarmaturen. Der ­Auftragseingang für Armaturen lag daher im Konzern mit 387,0 Mio. € um 1,3 % unter dem des Vorjahres.

Ein kräftiges Auftragswachstum verzeichnete der Konzernbereich Service einschließlich der 2013 erstmals konsolidierten Gesellschaften. Der Wert eingehender Bestellungen für Dienst­leistungen und Ersatzteile erhöhte sich um 7,1 % auf 400,9 Mio. €. Der Bereich profitierte dabei vom Ausbau der Dienstleistungszentren in asiatischen und amerikanischen Bergbau­regionen. Die dortigen Minenbetriebe, die Pumpen zur Feststoff-Förderung nutzen, haben einen einsatzbedingt hohen Ersatzteil- und Reparaturbedarf. Auf diesen konnten wir uns dank neuer Einrichtungen vor Ort noch besser einstellen. Eine erfreuliche Entwicklung zeigten darüber hinaus der Kraftwerksservice in Frankreich sowie der Industrieservice in ­Italien. Rückläufige Aufträge verzeichneten wir im deutschen Kraftwerksgeschäft. Hier hat sich im Zuge der Energiewende der Bedarf in den traditionellen Arbeitsbereichen unserer Servicekräfte verringert.

ANNÄHERND STABILE AUFTRAGSENTWICKLUNG IN EUROPA UND ASIEN

Unsere Gesellschaften in Europa verbuchten mit 1.338,4 Mio. € einen Ordereingang, der um 0,5 % unter dem des Vorjahres lag. Einem höheren Wert stand die Entwicklung in Russland entgegen, wo die OOO ”KSB” den starken Auftragseingang der beiden Vorjahre nicht wieder erreichte. Außerdem verharrte der Markt in Südeuropa auf einem insgesamt niedrigen ­Niveau, was die meisten dort ansässigen Gesellschaften spürten. Gut behauptet hat sich indessen unsere französische KSB S.A.S. Ihr Bestelleingang wuchs vor allem dank einer größeren Nachfrage nach Klappen, wie sie die Kunden zum Absperren von Flüssiggasen nutzen. Der Auftragseingang der KSB AG war mit 807,8 Mio. € leicht positiv (+ 0,8 %), gestützt auf die starke Nachfrage nach unseren Standardpumpen für die Chemie- und Verfahrenstechnik.

Einen kräftigen Auftragszuwachs erzielten unsere vier Konzerngesellschaften in der Region Mittlerer Osten / Afrika. Sie steigerten ihren Ordereingang um 9,7 % auf 129,8 Mio. €. In der Region gingen vermehrt Bestellungen für Standardprodukte ein, insbesondere für unsere technisch verbesserten Wasser- und Chemienormpumpen. Im Projektgeschäft fehlten aufseiten unserer Kunden allerdings teilweise die finanziellen Mittel, um neue Vorhaben umzusetzen. Ausnahmen bildeten die Unternehmen in Saudi-Arabien und den Vereinigten Ara­bischen Emiraten, die verstärkt unsere Produkte für die Gebäude-, Wasser- und Energiewirtschaft orderten.

In Asien erreichten unsere Konzerngesellschaften ein Auftragsvolumen von 355,6 Mio. €. Mit einer Veränderung um – 0,5 % war die Entwicklung in dieser Region daher, ebenso wie in Europa, annähernd stabil. Trotz der angespannten Wirtschaftslage steigerte die indische KSB Pumps Limited ihren Auftragseingang. Unsere größte chinesische Gesellschaft, KSB Shanghai Pump Co. Ltd., konnte das Volumen eingehender Bestellungen nur geringfügig erhöhen. Auftragsrückgänge verzeichneten unsere Armaturenunternehmen in China und ­Indien aufgrund der Situation im Kraftwerksmarkt; die Gesellschaften in Indonesien und Thailand konnten sich erneut deutlich verbessern.

Der Auftragseingang unserer Unternehmen in der Region Amerika / Ozeanien lag mit 417,4 Mio. € um 4,4 % unter dem Niveau des Vorjahres. Hierbei wirkte sich vor allem der ­deutlich geringere Bestelleingang unserer brasilianischen KSB Bombas Hidráulicas S.A. aus. Er resultierte im Wesentlichen aus der Abwertung der Landeswährung Real gegenüber un­serer Konzernwährung Euro. Zudem war das Geschäft in ­Brasilien durch das Verschieben größerer Vorhaben in der ­Industrie, im Energiesektor sowie in der Wasser- und Abwasserwirtschaft beeinträchtigt. Diesen Rückgang glichen ein verbessertes Geschäft mit Standardpumpen und Aufträge zur Ausrüstung neuer Tiefsee-Bohrplattformen, gemessen in der Landeswährung, annähernd aus. Dank eines wachsenden Händlernetzes und lokaler Lager konnten wir das Breiten­geschäft mit Standardprodukten außer in Brasilien noch in weiteren südamerikanischen Gesellschaften ausbauen. Zu diesen gehörte die KSB Chile S.A., die ihren Ordereingang, auch wegen der Serviceleistungen im Bergbau, deutlich erhöhte.

Im nordamerikanischen Markt, wo unsere dortigen Gesellschaften ein Nischengeschäft betreiben, war das Projektgeschäft in der Abwassertechnik und im Bergbau ebenfalls durch eine geringere Anzahl an Neuvergaben beschränkt. Einen größeren Auftrag erhielten wir für die Wasserversorgung der Ölsandfelder in Kanada.

In flüssigem Stickstoff testen Mitarbeiter in La Roche-
Chalais, ob Klappen für Flüssiggase auch bei Temperaturen von – 196 °C zuverlässig funktionieren.

In Australien wirkte sich die Rezession auf die Auftragslage bei Pumpen und Armaturen aus. Der geringere Neu- und Zubau bei Rohstoffminen verringerte das Bestellvolumen für Feststoffpumpen.

KONZERNUMSATZ DURCH WÄHRUNGSEINFLÜSSE BELASTET

Unsere beiden umsatzstärksten Konzernbereiche (Pumpen und Service) haben sich 2013 positiv entwickelt. Der Gesamtumsatz der KSB-Gesellschaften hat dennoch den Vorjahreswert mit 2.247,3 Mio. € um 0,9 % unterschritten. Dies war bedingt durch Überleitungseffekte aus der Bewertung der Fertigungsaufträge nach IAS 11. Wie beim Auftragseingang waren auch beim Umsatz negative Währungseinflüsse – in Höhe von 68,4 Mio. € – zu verkraften. Die im Berichtsjahr erfolgten Neukonsolidierungen haben mit 27,1 Mio. € zum Konzernumsatz beigetragen.

Der Umsatz des Konzernbereichs Pumpen lag mit 1.526,2 Mio. € geringfügig (+ 0,6 %) über dem des Vorjahres. Stärkste Produktgruppe waren unverändert die einstufigen Pumpen. Ihr Umsatz blieb in etwa stabil, während sich das Geschäft mit mehrstufigen Pumpen sowie mit Automationsgeräten und Antrieben deutlich erweiterte. Demgegenüber war der Absatz von Tauchpumpen, aufgrund ausbleibender Projektaufträge aus dem Abwassersektor, geringer als im Vorjahr.

Einen Rückgang um 3,4 % auf 372,5 Mio. € verzeichnete der Konzernbereich Armaturen, vor allem infolge der verhaltenen Entwicklung des Breitengeschäfts in Europa sowie des schwachen Absatzes von Kraftwerksarmaturen in Asien. Im Vorjahr war der Armaturenbereich vergleichsweise am stärksten gewachsen.

Eine deutlich positive Umsatzentwicklung zeigte der Konzernbereich Service. Das Wachstum um 9, 2% auf 402,3 Mio. € ist auf expansive Maßnahmen, aber auch strukturelle Veränderungen innerhalb des Konzerns zurückzuführen.

UMSATZWACHSTUM NUR IN DER REGION MITTLERER OSTEN / AFRIKA

Nach zwei Geschäftsjahren, in denen der Umsatz jeweils in ­allen vier Regionen gestiegen ist, konnten 2013 nur die Gesellschaften in der Region Mittlerer Osten / Afrika (+ 4,3 %) ein Wachstum verbuchen. Die Konzernunternehmen in ­Europa (– 0,8 %), Asien (– 1,9 %) und Amerika / Ozeanien (– 1,8 %) verzeichneten Rückgänge. Dabei spielten in den beiden letzt­genannten Regionen die Währungseinflüsse eine wesentliche Rolle.

Die europäischen Gesellschaften erreichten im Berichtsjahr einen Umsatz von 1.358,4 Mio. €; dieser entsprach knapp 60,5 % des Gesamtvolumens im Konzern. Die KSB AG blieb, auch wegen eines Anstiegs um 3,4 % (nach HGB) auf 856,0 Mio. €, das mit Abstand umsatzstärkste Unternehmen. Eine herausragende Steigerung erzielte die russische OOO ”KSB” aufgrund der Fakturierung mehrerer Großaufträge aus der Energiewirtschaft.

Die Region Mittlerer Osten / Afrika profitierte vor allem von der guten Entwicklung der KSB Middle East FZE in Dubai. In Summe erreichten die vier konsolidierten operativen Unternehmen der Region einen Umsatz von 117,5 Mio. €.

In Asien war die Umsatzentwicklung zweier indischer Gesellschaften für den Rückgang in der Region ausschlaggebend. Unser chinesisches Unternehmen KSB Shanghai Pump Co. Ltd. konnte seinen Umsatz hingegen spürbar erhöhen. Insgesamt ­erreichten unsere asiatischen Töchter ein Volumen von 352,7 Mio. €.

Die umsatzstärkste Gesellschaft in der Region Amerika / Ozeanien war auch 2013 unser Feststoffpumpenhersteller GIW Industries, Inc. Dieser wuchs erneut, allerdings standen ihm in Brasilien und Australien zwei Unternehmen mit deutlichen Umsatzrückgängen gegenüber. Daher erreichten die Unternehmen der Region mit 418,7 Mio. € insgesamt nicht das Niveau des Vorjahres.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Unsere Vorjahreserwartungen konnten wir wegen der konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht ganz erfüllen. Der Auftragseingang stieg, wie im Kapitel „Geschäftsverlauf“ ausgeführt, entgegen unserer Prognosen lediglich im Konzernbereich Service. Bei Pumpen und Armaturen mussten wir fallweise durch Währungsumrechnung bedingte Rückgänge verkraften. Infolgedessen hatten wir im gesamten Konzern ­einen etwas geringeren Bestelleingang (– 0,7 % auf 2.241,2 Mio. €). Auch beim Umsatz hat sich unser Ausblick (moderates Wachstum) nicht bestätigt, er verringerte sich konzernweit um 0,9 %. Neben negativen Überleitungseffekten aus der ­Bewertung nach IAS 11 „Fertigungsaufträge“ haben sich auch hier Effekte aus der Umrechnung von Fremdwährungen in Euro nachteilig ausgewirkt. Im Jahresvergleich konnten der Konzernbereich Service deutlich und der Konzernbereich Pumpen noch moderat zulegen; die Armaturen hingegen mussten einen leichten Rückgang hinnehmen. Wegen des unerwartet schwierigen Marktumfelds, verbunden mit einem anhaltenden Preisdruck im Projektgeschäft, blieb der erwartete moderate Gewinnanstieg aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) verringerte sich um 14,2 Mio. € auf 136,2 Mio. €. Die Konzernbereiche Armaturen und Service mussten Rückgänge verkraften, der Bereich Pumpen hingegen konnte sich verbessern. Das Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns lag um 10,1 % unter dem Vorjahreswert; entsprechend erreichten wir unser Ziel bei der Umsatzrendite vor Ertragsteuern ebenfalls nicht. Anders als ursprünglich vorgesehen, haben wir unser Investitionsvolumen nicht erhöht. Vielmehr hielten wir uns bei Neuinvestitionen aufgrund der wirtschaftlichen Situation zurück. Entsprechend hat sich auch die Nettofinanzposition besser entwickelt als vor zwölf Monaten geplant.

Bei den nachfolgenden Ausführungen ist zu berücksichtigen, dass die dargestellten Vorjahreswerte die Effekte aus der Überarbeitung des IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ beinhalten. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Konzernanhang.

ERTRAGSLAGE

Die schwierige wirtschaftliche Gesamtsituation – insbesondere das weiterhin durch starken Preisdruck geprägte Projekt­geschäft – hat im Konzern einen Ergebnisrückgang bewirkt.

Gesamtleistung

Die zuvor erwähnte Umsatzverringerung sowie die starke Verminderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen führte zu einer niedrigeren Gesamtleistung. Sie betrug 2.223,9 Mio. € und lag damit um 3,0 % unter dem Wert des Jahres 2012 (2.293,8 Mio. €).

Erträge und Aufwendungen

Die Sonstigen Erträge haben sich von 44,3 Mio. € auf 44,6 Mio. € kaum verändert. Die etwas höheren Beiträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen haben rückläufige Erträge aus dem kurzfristigen Vermögen kompensiert.

Der Materialaufwand ist um 9,4 % gesunken. Damit ist der Anteil des Materialverbrauchs (892,3 Mio. €) an der Gesamtleistung von 42,9 % im Vorjahr auf 40,1 % im Berichtsjahr zurückgegangen. Günstigere Marktbedingungen auf der Beschaffungsseite sowie Maßnahmen zur Preisoptimierung beim Einkauf führten zu dieser Verbesserung.

Der Personalaufwand ist in absoluten Werten um 3,9 % auf 787,6 Mio. € gewachsen. In Relation zur Gesamtleistung verzeichneten wir somit 2,3 Prozentpunkte mehr. Ursächlich hierfür war neben den tariflichen Entgeltsteigerungen unsere höhere Beschäftigtenzahl. Die Belegschaft hat sich bis zum Ende des Berichtsjahres gegenüber 2012 um 339 Beschäftigte auf 16.546 vergrößert. Der Zuwachs um 2,1 % ist ausschließlich durch die Erstkonsolidierung von neun kleineren Tochtergesellschaften in Europa und Indien bedingt. Durch sie sind 365 Mitarbeiter neu in den Konzern gekommen. Folglich beschäftigte der KSB Konzern auch im Jahresdurchschnitt 369 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. Aufgrund der geringeren Gesamtleistung sank die durchschnittliche Leistung je Mitarbeiter gegenüber dem vorange­gangenen Wirtschaftsjahr von 141 T€ auf 134 T€.

Die Anderen Aufwendungen sind, gemessen an der Gesamtleistung, von 16,5 % auf 17,2 % gestiegen. In absoluten Zahlen haben sie sich nur wenig verändert und betragen nun 383,4 Mio. € nach 377,7 Mio. € im Vorjahr.

Das Finanzergebnis hat sich um 1,2 Mio. € verbessert. Hier spiegeln sich vor allem höhere Erträge aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (+ 3,5 Mio. €) wider, die den Rückgang bei den Finanzerträgen (– 2,4 Mio. €) mehr als kompensiert haben.

Ergebnis

Der KSB Konzern erwirtschaftete ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) von 136,2 Mio. € (Vorjahr 150,4 Mio. €). Hierzu hat der Konzernbereich Pumpen mit einem EBIT von 105,2 Mio. € (Vorjahr 91,3 Mio. €), der Konzernbereich Armaturen mit 7,3 Mio. € (Vorjahr 8,8 Mio. €) und der Konzernbereich Service mit 42,7 Mio. € (Vorjahr 50,7 Mio. €) beigetragen. Der Überleitungseffekt aus der Bewertung nach IAS 11 „Fertigungsaufträge“ veränderte sich im Jahresvergleich um – 18,7 Mio. €.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) beläuft sich auf 119,4 Mio. €, nach 132,8 Mio. € im Jahr 2012. Damit erzielten wir eine Umsatzrendite vor Ertragsteuern von 5,3 % (Vorjahr 5,9 %). Die Ertragsteuerquote erhöhte sich um 1,1 Prozentpunkte. Sie betrug 33,1 % nach 32,0 % im Jahr 2012. Das Ergebnis nach Ertragsteuern von 79,9 Mio. € (Vorjahr 90,3 Mio. €) ging daher mit 11,5 % etwas deutlicher zurück als das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) (– 10,1 %).

Das auf die anderen Gesellschafter entfallende Ergebnis reduzierte sich prozentual in ähnlicher Höhe, von 15,6 Mio. € auf 14,2 Mio. €. Damit blieb die Relation zum Ergebnis nach Ertragsteuern nahezu konstant (17,8 % nach 17,3 % im Vorjahr).

Die Ergebnisanteile der Aktionäre der KSB AG (65,7 Mio. €) lagen somit um 8,9 Mio. € unter denen des Vorjahres (74,6 Mio. €).

Das Ergebnis je Aktie betrug für die Stammaktien 37,38 € nach 42,48 € im Vorjahr und für die Vorzugsaktien 37,64 € nach 42,74 € im Jahr 2012.

FINANZLAGE

Die Finanzlage des KSB Konzerns verbesserte sich leicht. Insbesondere die Nettofinanzposition entwickelte sich aufgrund einer restriktiven Investitionspolitik und unseres konsequenten Working Capital Managements positiv.

Eigenkapital

Der KSB Konzern ist mit einem Eigenkapital von 844,5 Mio. € (Vorjahr 832,2 Mio. €) ausgestattet. Darin enthalten ist wie im Vorjahr das Gezeichnete Kapital der KSB AG mit 44,8 Mio. €. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 66,7 Mio. €. Unsere Gewinnrücklagen belaufen sich auf 618,8 Mio. € (Vorjahr 596,4 Mio. €); hierin sind die Anteile der Aktionäre der KSB AG am Ergebnis nach Ertragsteuern mit 65,7 Mio. € (Vorjahr 74,6 Mio. €) enthalten. Auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallen 114,2 Mio. € (Vorjahr 124,3 Mio. €). Aufgrund des Rückgangs der Bilanzsumme um 36,5 Mio. € oder 1,7 % hat sich die Eigenkapitalquote verbessert (39,3 %; im Vorjahr 38,0 %).

Die Anteile anderer Gesellschafter resultieren im Wesentlichen aus den Gesellschaften KSB Pumps Limited / Indien (36,2 Mio. €), KSB America Corporation / USA (17,3 Mio. €), GIW Industries, Inc. / USA (13,5 Mio. €), KSB Shanghai Pump Co. Ltd. / China (12,7 Mio. €) und PAB GmbH / Deutschland (8,2 Mio. €).

Schulden

Größter Posten der Schulden sind weiterhin die Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer und darin wiederum die Pensionsrückstellungen. Aufgrund einer Änderung des hierauf anzuwendenden Rechnungslegungsstandards IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ ist es nicht mehr möglich, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in einem Korridor außerhalb der Bilanz zu verwalten und über die restliche Dienstzeit der Anwärter zu verteilen. Sie sind nun Bestandteil der Rückstellung. Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen wirken sich nun direkt im Eigenkapital des Konzerns aus. Entsprechend den Rechnungslegungsvorschriften haben wir auch die Vorjahreswerte angepasst. Auf Basis dieses neuen Anfangswertes hat sich die Rückstellung zum Bilanzstichtag um 0,6 % auf 398,1 Mio. € verringert. Eine Vielzahl der im KSB Konzern praktizierten Pensionspläne sind leistungsbezogene Modelle. Die damit verbundenen Risiken, wie ­demografischer Wandel, Inflation und Gehaltssteigerungen, reduzieren wir, indem wir beispielsweise für neues Personal ­beitragsorientierte Pläne einsetzen.

Für aktuelle Rentenempfänger und unverfallbare Anwartschaften ausgeschiedener Mitarbeiter betragen unsere Verpflichtungen etwas mehr als die Hälfte des Bilanzansatzes. Der Rest sind Anwartschaften unserer aktiven Mitarbeiter.

Die restlichen Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer, die im Gegensatz zu den Rückstellungen für Pensionen überwiegend kurzfristigen Charakter haben, sind geringfügig von 126,9 Mio. € auf 124,1 Mio. € zurückgegangen.

Die anderen Rückstellungen sind im Jahresvergleich vor allem wegen geringerer Steuerrückstellungen gesunken. Sie beinhalten langfristige Bestandteile in Höhe von 14,4 Mio. € (Vorjahr 16,2 Mio. €) für Garantieverpflichtungen. Der darüber hinausgehende Betrag betrifft Rückstellungen für vorwiegend kurzfristige ungewisse Verbindlichkeiten.

Die langfristigen Anderen Verbindlichkeiten sind mit 205,0 Mio. € nach 208,0 Mio. € zum Jahresende 2012 kaum verändert. Sie beinhalten wie im Vorjahr Verpflichtungen aus einem Schuldscheindarlehen über 175 Mio. €, welches wir wegen der günstigen Kapitalmarktverhältnisse im Dezember 2012 platzierten. Dieses ist unterteilt in Rückzahlungstranchen von 3 bis 10 Jahren. Die kurzfristigen Anderen Verbindlichkeiten haben sich insgesamt um 27,7 Mio. € verringert (455,3 Mio. € nach 483,0 Mio. € zum Jahresende 2012). Die darin enthaltenen Finanzschulden erhöhten sich um 6,6 Mio. €. Aus dem 2009 aufgelegten ersten Schuldscheindarlehen bestehen zum Jahresende 2013 noch Restverpflichtungen von 6 Mio. €, die wir 2014 zurückzahlen werden und die somit nun als kurzfristig auszuweisen sind. Gegenläufig verringerten sich wegen gesunkener Erhaltener Anzahlungen die Sonstigen Verbindlichkeiten von 223,8 Mio. € auf 188,7 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 204,8 Mio. € (Vorjahr 204,0 Mio. €) nahezu unverändert. Berücksichtigt man den Rückgang der Bilanzsumme, hat sich der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten am Gesamtkapital auf 22,3 % (Vorjahr 23,1 %) verringert.

Investitionen

Die Zugänge bei den Immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 4,2 Mio. € (Vorjahr 9,8 Mio. €) betrafen wie im Vorjahr vor allem den Kauf von Lizenzen.

Die Sachanlageninvestitionen lagen im Berichtsjahr mit 52,8 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von 81,5 Mio. €. Die höchsten Zugangswerte entfielen mit 21,6 Mio. € auf Technische Anlagen und Maschinen (Vorjahr 23,1 Mio. €). Schwerpunkt unserer Investitionstätigkeit war wie im Vorjahr die Region Europa, hier hauptsächlich Deutschland und Frankreich. Außerhalb Europas wiesen wieder unsere Werke in den USA sowie in Indien, China und Brasilien die höchsten Zugänge aus. Die Grundsätze für die Bemessung der Abschreibungen haben wir im Berichtsjahr beibehalten.

Aufwendungen Gesamtergebnisrechnung

Nettofinanzposition

Die Nettofinanzposition des KSB Konzerns hat sich deutlich von 141,2 Mio. € auf 189,6 Mio. € verbessert. Unter anderem haben sich die stark gesunkenen Ausgaben für Sachanlage­vermögen ausgewirkt.

Liquidität

Aus betrieblichen Tätigkeiten erzielten wir einen Cashflow in Höhe von 135,3 Mio. €. Dieser war 41,3 Mio. € höher als im Vorjahr. Neben einem verminderten Forderungsbestand hat eine Mittelfreisetzung bei den Vorräten die Entwicklung des Cashflows begünstigt. Dem entgegen standen mehr freigesetzte Mittel aus erhaltenen Anzahlungen und das geringere Ergebnis.

Im Berichtsjahr haben wir vor allem unsere Investitionstätigkeit bei Sachanlagen reduziert. Entsprechend ist ein deutlich rückläufiger Cashflow aus Investitionstätigkeiten von – 60,7 Mio. € (Vorjahr – 99,4 Mio. €) zu berücksichtigen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten veränderte sich infolge der im Vorjahr durchgeführten Aufnahme des neuen Schuldscheindarlehens von + 102,9 Mio. € auf – 22,3 Mio. €.

In Summe aller Cashflows hat sich der Finanzmittelbestand des KSB Konzerns von 401,0 Mio. € auf 451,4 Mio. € erhöht (inklusive 18,0 Mio. € nach im Vorjahr 14,8 Mio. €, um Wertguthaben aus Altersteilzeitverpflichtungen und, erstmals im Berichtsjahr, aus Langzeitarbeitskonten zu sichern, die jederzeit für uns verfügbar sind). Dabei spielten Wechselkursänderungen in Höhe von – 5,0 Mio. € (Vorjahr – 2,8 Mio. €) eine Rolle.

Wir gehen davon aus, den vollen Umfang an Zahlungsausgängen auch künftig weitgehend aus dem operativen Cashflow bestreiten zu können. Damit erreicht unser Finanzmanagement aus heutiger Sicht das Ziel, jederzeit die Liquidität ohne wesentliche zusätzliche externe Finanzierungsmaßnahmen sicherzustellen. Weitere Informationen zum Liquiditätsmanagement (beispielsweise Kreditlinien) finden sich im Kapitel „Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten“ an anderer Stelle in diesem Konzernlagebericht.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die außerbilanziellen Haftungsverhältnisse des KSB Konzerns betrugen zum Bilanzstichtag 11,1 Mio. € (Vorjahr 14,1 Mio. €). Dabei handelt es sich hauptsächlich um Besicherungsgaran­tien und Gewährleistungsverträge.

Sonstige über den Bilanzstichtag hinausreichende finanzielle Verpflichtungen mit außerordentlichem Charakter bestehen nicht. Lediglich aus für den Geschäftsfortgang notwendigen langfristigen Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen (insbesondere Informationstechnologie und Telekommunikation) sowie dem Bestellobligo in Höhe von 12,5 Mio. € (Vorjahr 11,8 Mio. €) resultieren weitere finanzielle Verpflichtungen im üblichen Rahmen.

VERMÖGENSLAGE

Unsere Bilanzsumme verringerte sich um 1,7 % auf 2.151,5 Mio. €. Rückgängen im langfristigen Vermögen (insbesondere bei den Sachanlagen), bei Vorräten sowie bei Forderungen und sonstigen Vermögenswerten standen höhere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gegenüber.

Im Anlagevermögen sind wie im Vorjahr knapp 28 % der Mittel gebunden. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit Anschaffungswerten von 1.168,7 Mio. € (Vorjahr 1.155,5 Mio. €) stehen mit 554,2 Mio. € (Vorjahr 563,2 Mio. €) zu Buche. Vor allem die im Berichtsjahr durchgeführten Erstkonsolidierungen älterer KSB-Gesellschaften haben zu einer Veränderung bei den Geschäfts- oder Firmenwerten um + 10,9 Mio. € geführt. Da Investitionen in das Sachanlagevermögen im Berichtsjahr sowohl unter dem Vorjahreswert als auch unter den Abschreibungen lagen (54,7 Mio. € nach 52,1 Mio. € im Jahr 2012), hat sich diese Bilanzposition um – 17,7 Mio. € verändert. Unter Berücksichtigung der gegenläufigen Effekte aus den Erstkonsolidierungen ist der Bilanzwert der Finanz­anlagen und der nach der Equity-Methode ­bilanzierten Beteiligungen insgesamt um 1,8 Mio. € auf 37,0 Mio. € zurückgegangen.

Infolge des weiterhin schwierigen Projektgeschäfts verringerten sich die Vorräte um 7,3 % auf 423,8 Mio. €. Sie haben rund 20 % unserer Mittel gebunden (Vorjahr 21 %).

Aufgrund der verringerten Umsatzerlöse liegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 4,7 Mio. € unter dem Vorjahresultimowert. Die schwierige Situation im Projektgeschäft zeigt sich auch in der Entwicklung des Forderungsbestands für Kundenaufträge bewertet nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC). Neben rückläufigen erhaltenen Anzahlungen für diese Aufträge hat sich auch der zugehörige Bestandswert um 58,0 Mio. € abgebaut. Daher entfallen unter Berücksichtigung der Veränderung der Bilanzsumme auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte rund 30 % der gesamten Aktiva (Vorjahr rund 32 %).

Rund 21 % (Vorjahr etwa 18 %) des Vermögens betreffen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Zu dieser Veränderung hat der verbesserte Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten bei gleichzeitig verminderten Investitionen beigetragen.

Inflation und Wechselkurseinflüsse

Zum Konsolidierungskreis gehörten keine Gesellschaften, deren Jahresabschlüsse um Inflationsauswirkungen zu bereinigen gewesen wären.

Die Währungsumrechnung der nicht in Euro aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzerngesellschaften hat zu einem Differenzbetrag von – 53,5 Mio. € (Vorjahr – 13,9 Mio. €) geführt. Diesen haben wir ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt.

GESAMTAUSSAGE

Trotz der vor allem im Projektgeschäft schwierigen Markt­situation sieht das Management den KSB Konzern im Vergleich zum Vorjahr in einer insgesamt guten wirtschaftlichen Ver­fassung. Dazu haben unsere drei Konzernbereiche – Pumpen, Armaturen, Service – wie folgt beigetragen:

Der Konzernbereich Pumpen erreichte einen Auftragseingang in Höhe von 1.453,3 Mio. €, dies entspricht gegenüber 2012 einer Verringerung um 2,5 %. Der Umsatz sowie das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) haben sich hingegen ­positiv entwickelt; wir konnten den Umsatz um 9,1 Mio. € auf 1.526,2 Mio. € steigern, das EBIT erhöhte sich um 14,0 Mio. € auf 105,2 Mio. €.

Auch der Auftragseingang des Konzernbereichs Armaturen verringerte sich im Vorjahresvergleich leicht, um 5,0 Mio. € auf 387,0 Mio. €. Der Umsatz ging ebenfalls, von 385,6 Mio. € auf 372,5 Mio. €, zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) sank um 1,5 Mio. € auf 7,3 Mio. €.

Im Konzernbereich Service entwickelten sich Auftragseingang und Umsatz positiv. Das Volumen der Bestellungen erhöhte sich um 7,1 % auf 400,9 Mio. €, der Umsatz stieg von 368,2 Mio. € auf 402,3 Mio. €. Wegen zu verkraftender Einmal­kosten verringerte sich allerdings das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) um 8,0 Mio. € auf 42,7 Mio. €.

Infolge der stagnierenden Geschäftsentwicklung bei einem gleichzeitig rückläufigen Ergebnis ist die Umsatzrendite vor Ertragsteuern mit 5,3 % unter dem Vergleichswert 2012 (5,9 %) geblieben. Aufgrund unseres konsequenten Working Capital Managements sowie zurückhaltender Investitionstätigkeit konnten wir allerdings unsere Nettofinanzposition deutlich verbessern.

Am Ende des Geschäftsjahres 2013 war die wirtschaftliche Situation des KSB Konzerns somit auf hohem Niveau stabil. Wir sehen dies als eine gute Basis, um auch die nächsten Jahre erfolgreich zu bewältigen.